Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken.

Kopf an

Kurzstrecke ist Gesundheitsstrecke

Fit durch's Radeln

Mühelos schlank und fit werden – das möchte jeder. Es muss weder Zeit noch Geld kosten: Wer beispielsweise täglich zur Arbeit radelt, anstatt das Auto zu nehmen, senkt sein Herzinfarktrisiko, verbrennt Kalorien und Fett, baut Muskeln auf und Stress ab. Bewegung im Alltag ist der einfachste Weg, gesund zu bleiben. Schon regelmäßiges entspanntes Zu-Fuß-Gehen regt den Stoffwechsel an und tut dem Kreislauf gut: Der Körper wird besser durchblutet, Fett schneller verbrannt, der Blutdruck sinkt, die Abwehrkräfte steigen. Zwei Stunden moderate Bewegung, also beispielsweise Spazierengehen oder Radfahren, zusätzlich in der Woche senken das Herzinfarktrisiko um ein Viertel. Gerade für Menschen, die ein paar Kilos zu viel auf die Waage bringen, ist das Radfahren optimal. Das Körpergewicht verteilt sich zu fast 70 Prozent auf Sattel, Lenker und Pedale. Kalorienvorräte und Fettpolster schmelzen, ohne dass Knochen und Gelenke zu sehr belastet werden.

 

20 Jahre lang 40 bleiben

Muskeln, Knochen und Gelenke brauchen Alltagsbewegung. Es reicht schon, wenn die Rolltreppe einfach mal links liegen gelassen wird: Treppensteigen verbessert die Knochendichte und beugt Osteoporose vor. Wenn's im Rücken zwackt, weil Sie mal wieder Tage nur im Sitzen verbracht haben, sollten Sie unbedingt aufsatteln: Wenn das Fahrrad optimal eingestellt ist, wird Ihre Rückenmuskulatur bestens trainiert. Das stärkt den gesamten Oberkörper und beugt Bandscheibenvorfällen vor. Für Ihre Muskeln ist das alltägliche Training das A und O. Wenn Sie zu viel auf Ihren vier Buchstaben sitzen, nimmt Ihre Muskelmasse spätestens ab dem 30. Lebensjahr um jährlich ein Prozent ab. Keine guten Voraussetzungen für Gesundheit und Fitness bis ins hohe Alter. Aber es ist fast nie zu spät, um mit dem Training anzufangen. Der renommierte Sportmediziner Wildor Hollmann berichtet von Studien, die zeigen, dass selbst 70-Jährige nach mehrwöchigem Üben eine Leistungsfähigkeit wiedererlangen können, die den Durchschnittswerten von 20 Jahre jüngeren untrainierten Menschen entspricht. Hollmanns Motto lautet: Durch geeignete Bewegung gelingt es Ihnen, 20 Jahre lang 40 Jahre alt zu bleiben. Und zwar auch im Kopf!

 

Bewegung macht schlau und glücklich

Muskeln sind nämlich der „Motor unseres Gehirns“. Deshalb ist es nicht nur für Kinder wichtig, dass sie sich ausreichend bewegen – mindestens eine Stunde am Tag. Auch Erwachsene sollten bis ins fortgeschrittene Alter körperlich aktiv sein, um im Kopf fit zu bleiben. So können sie Alzheimer und Demenz vorbeugen, denn durch Bewegung bilden und verzweigen sich Nervenzellen im Gehirn neu. Schon langsames Spazierengehen führt dazu, dass das Gehirn um 20 Prozent stärker durchblutet wird. Bewegung macht also schlau – und das ein Leben lang! Außerdem macht sie glücklich und entspannt. Spätestens nach 30 bis 40 aktiven Minuten produziert der Körper jede Menge Glückshormone: Endorphin und Serotonin. Das sind viele gute Gründe, sich im Alltag mehr zu bewegen. Und was wäre praktischer, als einfach das Auto stehenzulassen und seine täglichen Wege öfter mal zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen?