Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Kopf an: Motor aus. Für null CO2 auf Kurzstrecken.

Kopf an

Kurzstrecke ist Bildungsstrecke

Gesunde Kinder

Wie praktisch – scheinbar jedenfalls: Ein Eltern-Taxi ist fast immer verfügbar und fährt überall hin, zur Schule, zum Fußballplatz, zur besten Freundin im Nachbardorf. Mütter und Väter, die ihrem Nachwuchs auf diese Weise etwas Gutes tun wollen, erweisen ihm allerdings eher einen Bärendienst.

Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, weil sie noch nicht alles wahrnehmen, was um sie herum passiert, und Situationen nicht richtig einschätzen können. Umso wichtiger, dass sie lernen, selbstständig unterwegs zu sein!

Es ist paradox: Weil Eltern Angst um ihre Sprösslinge haben, kutschieren sie sie im Auto – und machen den Verkehr für alle anderen Kinder dadurch noch unsicherer. Je mehr Menschen aufs Fahrrad oder Schusters Rappen umsteigen, desto sicherer wird der Straßenverkehr.

Bewegungsmangel ist laut Weltgesundheitsorganisation einer der Hauptgründe für Krankheiten. Kinder, die zu viel auf ihren vier Buchstaben sitzen, entwickeln kaum motorische Fähigkeiten. Sie stolpern schneller, stürzen öfter oder knicken um. Da hilft nur eins: mehr bewegen!

Selbstständige Kinder – entspannte Eltern

Zum Beispiel täglich auf dem Weg zur Schule und zurück. Dann können sie sich austoben, bevor sie den Vormittag über stillsitzen müssen, sie sind wacher und konzentrierter. Außerdem ist es doch viel schöner, sich auf dem Nachhauseweg nach dem Unterricht noch mit seinen Freunden über die lustige Kunststunde oder die schwere Mathearbeit zu unterhalten, anstatt gleich von den Eltern ins Auto gepackt zu werden.
Kinder müssen ihre Welt nach und nach selbst entdecken, müssen lernen, sich zu orientieren und Orte miteinander in Beziehung zu setzen. Werden sie stets mit dem Auto transportiert, lernen sie zwar einzelne Orte kennen, können sie aber nicht verknüpfen. Ihnen fehlt die innere Landkarte.

Natürlich ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder auf ihre Wege vorbereiten und sie anfangs begleiten. Auch das sichere Fahren mit einem verkehrstüchtigen Fahrrad muss gelernt sein.
Doch wenn die Kinder erst einmal selbstständig unterwegs sind, freuen nicht nur sie sich – sondern auch die Eltern! Schluss mit den ständigen Hol- und Bringdiensten, endlich mal wieder die Zeitung zu Ende lesen, sich mit Freunden in der Stadt verabreden oder in Ruhe Feierabend machen, anstatt das Büro überstürzt zu verlassen.