Sicher unterwegs auf zwei Rädern
Radfahren lernen beginnt mit dem Laufrad oder dem Roller.
Stützräder sind nicht zu
empfehlen, weil die Kinder damit nicht das nötige Gleichgewichtsgefühl bekommen, das sie fürs Radeln später brauchen.
Für Zwei- bis Vierjährige sind Laufräder bestens geeignet. Die Kinder sitzen auf einem Sattel und stoßen sich mit beiden Beinen abwechselnd ab. Sie lernen, das Gleichgewicht zu halten, und bestimmen ihre Geschwindigkeit selbst.
Es gibt Laufräder mit Rahmen aus Metallrohren und solche aus Holz. Modelle mit Bremse – die Räder aus Holz haben in der Regel keine – sind für ältere Kinder gut geeignet, weil sie damit schon üben können, die Handbremse zu bedienen.
Mit dem Tretroller mobil
Auch das Rollerfahren ist eine ideale Vorbereitung aufs Radfahren. Es fördert Gleichgewichtssinn, Koordination und Reaktionsfähigkeit der Kinder – Fähigkeiten, die fürs sichere Radfahren unverzichtbar sind. Mit dem Tretroller können die Kinder größere Entfernungen zurücklegen als zu Fuß und sind dadurch mobiler. Außerdem ist ein schicker Roller auch etwas, worauf sie stolz sein können.
Roller gibt es in verschiedenen Größen, mit und ohne Bremse. Die kleinen Ausführungen mit Schaumbereifung oder 10-bis 12-Zoll-Luftbereifung sind für das Spielen auf dem Hof für Zwei- bis Vierjährige gut geeignet. Große Roller mit luftbereiften 12,5- bis 14-Zoll-Rädern sind das ideale Gefährt vor dem richtigen Kinderrad und auch noch parallel dazu.
Radfahren will gelernt sein
Wenn Ihr Kind mit dem Roller sicher umgehen kann, können Sie anfangen, auch das Radfahren mit ihm zu üben – zum Beispiel auf dem Schulhof oder einem großen leeren Parkplatz am Wochenende. Fahren Sie mit ihm erst im richtigen Straßenverkehr, wenn es sicher das Gleichgewicht halten, bremsen, anfahren und Kurven nehmen kann. Wählen Sie anfangs Straßen und Wege, auf denen wenig Autos unterwegs sind. Unter acht Jahren sollten Kinder möglichst nicht allein losradeln.
Bis sie acht sind, müssen sie ohnehin immer auf dem Gehweg fahren. Zwischen acht und zehn Jahren dürfen sie sich aussuchen, ob sie auf dem Bürgersteig oder dem Radweg bzw. der Straße fahren wollen. Diese Zeit der Wahl sollten Eltern und Kinder nutzen, um auf wenig befahrenen Straßen zu trainieren.
Gut gerüstet: d
ie sichere Ausstattung
Überprüfen Sie regelmäßig, ob Vorder- und Rücklicht sowie Bremsen am Kinderfahrrad noch funktionieren. Wichtig sind gute Bremsen, die Ihr Kind betätigen kann, ohne den Lenker loszulassen. Auch an die Klingel sollten die Kinder leicht kommen.
Ein geschlossener Kettenkasten oder ein gutes Schutzblech sorgen dafür, dass sich Hosenbeine oder Schnürsenkel nicht in der Kette verfangen. Ein Gepäckträger transportiert Rucksack oder Schultasche und entlastet so den Kinderrücken.
Ein Fahrradhelm ist zu empfehlen – er muss die richtige Größe haben und gut sitzen.
Befestigen Sie am Kleinkinder-Fahrrad auf jeden Fall einen Sicherheitswimpel, damit es nicht zwischen parkenden Autos übersehen wird.
Wichtig ist, dass Ihr Kind leuchtende Kleidung trägt, vor allem in der dunklen Jahreszeit. Sinnvoll sind außerdem Reflektoren an Kleidung und Taschen.
Das richtige Modell
Eltern haben beim Kauf häufig die Qual der Wahl: Welches Modell, welche Radgröße, welche Bauart ist richtig für mein Kind? Der Ratgeber Kind und Rad erklärt, welcher Radtyp für welches Alter geeignet ist – vom ersten Kinderrad bis hin zum sportlichen Jugend-Bike.
Mehr Informationen zum Thema „Mobil mit Kind und Rad" , Tipps zum sicheren Radfahren und zum Kauf von Kinderrädern gibt es auch beim ADFC.
