Karlsruhe auf dem Weg zur süddeutschen Fahrradstadt
Karlsruhe hat die Kampagne für das Jahr 2009 gewonnen und setzt sie nun aus eigener Kraft fort. Gerne berichten wir hier weiter über die geplante Entwicklung Karlsruhes zur bedeutendsten Fahrradstadt in Süddeutschland bis zum 300. Stadtgeburtstag im Jahr 2015.
Karlsruhe ist zwar noch keine 300 Jahre alt, hat aber eine lange Radtradition: Hier wurde von Karl Friedrich Drais von Sauerbronn das Laufrad, Vorläufer unseres heutigen Fahrrades, erfunden.
Die günstige Topographie verbunden mit einer kompakten Stadtstruktur begünstigt das Radfahren. Bereits heute wird in Karlsruhe das Fahrrad überdurchschnittlich oft benutzt. Trotzdem soll der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr deutlich gesteigert werden - und zwar eindeutig zu Lasten des Kfz-Verkehrs.
Um das Radfahren noch attraktiver zu machen, wurden und werden neue Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen markiert, Fahrradstraßen eingerichtet und zahlreiche neue Radrouten gebaut und ausgeschildert. Und: Auch die Fußgängerunterführungen der autofreundlichen 1960er und 1970er-Jahre haben ausgedient. Sie werden von fußgängerfreundlichen ebenerdigen Furten abgelöst.
Weniger Autoverkehr, weniger CO2-Emissionen und weniger Lärm führen zu mehr Lebensqualität in der Stadt. Wo Kfz-Verkehrsflächen für den Platz sparenden Rad- und Fußgängerverkehr umgewandelt werden, kann Lebensqualität Raum greifen. Auch dort, wo eine Vielzahl von Funktionen zusammenkommt, etwa in der Innenstadt, kann sich ein lebendiges Miteinander entwickeln.

